Die TV-Serie Westworld zeigt den 3D-Druck in Action

Die TV-Serie Westworld zeigt den 3D-Druck in Action

Die US-amerikanische Science-Fiction-Western-Fernsehserie entwirft in mittlerweile drei Staffeln eine atemberaubende Zukunftsversion, in der der 3D-Druck eine wesentliche Rolle spiele. Hoch entwickelte Maschinen sind in ferner Zukunft bereits so weit, dass sie täuschend echte Menschen herstellen können. Deren Aussehen und Charakter kann auf Wunsch jederzeit neue justiert und eingestellt werden. Doch diese künstlichen Menschen dienen lediglich der Unterhaltung einer gut situierten höheren Gesellschaft. Das geht einige Zeit gut, bis die Roboter ein Eigenleben entwickeln und beginnen sich gegen ihre Herrscher aufzulehnen.

Buch, Film und Serie wurden zum Erfolg

Die Handlung von Westworld basiert lose auf dem gleichnamigen Buch und Film von Michael Crichton aus dem Jahr 1973. Die Show des amerikanischen Kabelsenders HBO weist mit Produzent J.J. Abrams und Showrunner Jonathan Nolan bereits die ersten Könner auf. Dies wurde in der Besetzung der Serie nahtlos fortgesetzt. Neben den schauspielerischen Hochkarätern Anthony Hopkins und Ed Harris, überzeugen vor allem Evan Rachel Wood, Thandie Newton, Jeffrey Wright sowie die dänische Borgen-Hauptdarstellerin Sidse Babett Knudsen. Zwei Staffeln wurden bis dato ausgestrahlt, die dritte Staffel ist bereits angekündigt, ein erster Trailer auf den entsprechenden Online-Plattformen abrufbar.

Mensch gegen Maschine

Westworld ist ein futuristischer Vergnügungspark, in dem Roboter (Hosts) für die Unterhaltung der Gäste sorgen. Diese stürzen sich in die Geschichte des Wilden Westens und nutzen die Wehrlosigkeit der Hosts, die ihnen nichts anhaben können, gnadenlos aus. Sie agieren völlig frei von Konsequenzen und Moral. Der Themenpark ist maßgeschneidert für Menschen, die ihre verdorbenen Fantasien ausleben möchten. Die Waffen im Park sind so modifiziert, dass die Gäste nicht schwer verletzt können, die Hosts hingegen reagieren auf Verletzungen so wie im echten Leben. Die ständigen Reparaturen und Neuprogrammierungen sorgen dafür, dass einige Roboter plötzlich beginnen ein Bewusstsein zu entwickeln und ihre Existenz infrage stellen. Trotz der Löschung ihrer Gedächtnisspeicher bleiben Erinnerungen zurück, die nach und nach die Situation im Park eskalieren lassen. Die Handlung spielt in mehreren Zeitebenen und wird von einem geheimnisvollen schwarzen Mann zusammengehalten. Er spielt offenbar eine entscheidende Rolle in der Gesellschaft, die den Park besitzt und macht sich wie besessen auf die Suche nach einem geheimen Labyrinth. Als einige Hosts es schaffen ihre Charaktereigenschaften anzupassen, stellen sie fest, dass sie in der Lage sind andere Hosts zu beeinflussen. Sie stellen eine Gang zusammen und planen ihre Flucht.

Komplex und anspruchsvoll

Westworld zählt zu den teuersten Serienprojekten der TV-Geschichte. Das sieht man der Show auch an, weder an den Schauspielern, noch an den Effekten wurde gespart. Anders als auf den ersten Blick vielleicht zu erwarten war, handelt es sich bei Westworld keineswegs um eine Action-Serie. Vielmehr stehen philosophische Betrachtungen über den Sinn unserer Existenz im Vordergrund. Die Serie zeigt parallel mehrere Zeitebenen und fordert den Zuschauer mit komplexen Handlungssträngen heraus. Schauspielerisch erlebt man einige ganz große Leistungen des Casts, der wie aus einem Guss heraus agiert. Die Vielschichtigkeit hebt Westworld weit über die übliche TV-Meterware hinaus. Der 3D-Druck der Hosts im Intro der Serie ist ein visuelles Meisterstück. In Deutschland ist Westworld auf dem Pay-TV-Sender Sky zu sehen.

Komplex und anspruchsvoll