Porsche druckt den eigenen Fingerabdruck auf das Auto

Porsche druckt den eigenen Fingerabdruck auf das Auto

Der deutsche Hersteller Porsche begeistert seit Jahrzehnten Jung und Alt mit seinen Sportwagen und SUVs. Hohe Qualität und Einzigartigkeit wird dabei in Stuttgart großgeschrieben. Nun hat Porsche einen weiteren Schritt zur Individualisierung seiner Autos vorgestellt. Mithilfe eines von Porsche selbst entwickelten Druckverfahrens können die Kunden nun grafische Elemente auf Karosserieteile ihres Autos drucken lassen. Zunächst ist das mit einem Design möglich, das auf dem eigenen Fingerabdruck basiert, in weitere Folge sollen auch andere Designs möglich werden.

Das Verfahren ähnelt dem Tintenstrahldruck

Der eigene Fingerabdruck wird derzeit auf der Fronthaube des Porsches platziert und sorgt so dafür, dass das eigene Auto unverwechselbar wird. Diese neue Drucktechnik soll einer Folierung deutlich überlegen sein. Sie funktioniert ähnlich wie ein Tintenstrahldrucker. Der Lack wird automatisiert mithilfe eines Druckkopfes auf den Bauteil aufgetragen. Hat sich ein Kunde erst einmal für diese Individualisierung entschieden, wird zunächst die Fronthaube des Porsches abmontiert. Danach druckt ein Roboter den Fingerabdruck auf die Motorhaube. Darüber kommt eine Klarlackschicht, diese wird in Folge per Hand auf Hochglanz poliert. Nach dem Einbau ist der einzigartige Porsche fertig. Diese Spezialanfertigung kostet genau 7.500 Euro und wird ab März 2020 verfügbar sein.

Mehrere Technologien greifen ineinander

Porsche betont in seiner Presseaussendung, dass das Unternehmen besonders stolz auf die neue, zukunftsweisende Technologie ist. Diese ermöglicht es ein komplett neues Produktangebot auf den Markt bringen zu können. Damit das erdachte Verfahren Realität werden konnte, installiert Porsche im Lackbereich des Ausbildungszentrums in Zuffenhausen eine sogenannte Technologiezelle. Dort wurde das Verfahren interdisziplinär entwickelt. Dieses beinhaltet die Soft- und Hardware, sowie den zugehörigen Lackier- und Herstellungsprozess. Nach umfangreichen Tests war die Marktreife schließlich gegeben, die Bewerbung konnte beginnen.

Mehrere Technologien greifen ineinander
Mehrere Technologien greifen ineinander

Das neue Direct Printing ist nach Angaben des Herstellers Porsche der konventionellen Folierung deutlich überlegen. Es ermöglicht Designs, die man mit den bisherigen Verfahren so nicht darstellen konnte. Durch die separate Ansteuerung der Düsen kann jeder Farbtropfen gezielt angebracht werden. Es handelt sich um ein komplexes Verfahren, bei dem drei verschiedene Technologien in Einklang gebracht werden müssen. Dazu zählen nicht nur die Robotertechnik, die für die Steuerung, Sensorik und die Programmierung verantwortlich ist, sondern auch die Applikationstechnik (diese beinhaltet den Druckkopf und das Handling der Grafik), sowie die Lacktechnologie, die den entsprechenden Lack zur Verfügung stellt und den Applikationsprozess definiert.

Hightech und Handwerk

Durchgeführt wird der einzigartige Druck von der Porsche Exclusive Manufaktur. Dort sind 30 Mitarbeiter beschäftigt, die auf solche Individualisierungen spezialisiert sind. Wer jetzt an so einem Projekt interessiert ist, der nimmt am besten Kontakt mit seinem Porsche Zentrum auf. Dieses stellt in weiterer Folge den Kontakt zu den Kundenberatern der Porsche Exclusive Manufaktur her. Der gesamte Prozess garantiert eine volle Einbindung des Kunden. Er behält den Überblick, über das was mit seinem Auto passiert und die Verwendung seiner Daten. Hightech und handwerkliche Perfektion garantieren, dass der Porsche am Ende als personalisiertes Einzelstück dasteht und für Aufmerksamkeit sorgen wird. Hochwertige Materialien und die moderne Fertigungstechnik garantiert viel Vergnügen mit der innovativen Drucktechnik.